Zu allen Zeiten haben sich junge Menschen zusammengetan, gleich ob aus berufsständischen oder religiösen, kulturellen oder sportlichen Gründen. Dies gilt nicht zuletzt für die studentischen Vereinigungen, deren Idee an den mittelalterlichen Universitäten durch den sog. „Bursenzwang“ geboren wurde (d.h. durch die Pflicht der Studenten eines bestimmten Herkunftsgebietes, sich zwecks Vorbeugung von Konflikten ausschließlich in der für sie vorgesehenen „Burse“ - einer Art Studentenwohnheim - niederzulassen) und aus denen vor allem im 19. Jahrhundert die vielfältigen heutigen akademischen Korporationen hervorgingen.

So auch wir, die Freiburger Huberten: Gegründet im Jahre 1868 als Zusammenschluss von Studenten der Forstwirtschaft am Polytechnikum zu Karlsruhe, der damaligen badischen forstlichen Ausbildungsstätte, erwuchs unsere Hubertia rasch zu einer fest gefügten Verbindung von Studenten, vereint durch ihre Farben grün-gold-schwarz.

Das Jahr 1920 brachte eine Zäsur: Die Länder Baden und Württemberg kamen überein, ihre bisher in Karlsruhe und Tübingen betriebenen forstlichwirtschaftlichen Ausbildungsstätten zu einer forstlichen Fakultät an der Universität Freiburg i. Br. zusammen zu führen, was für die Huberten den Umzug bedeutete.
Schon früh erschloss sich das Corps Hubertia allen Fakultäten. Ihrem Selbstverständnis und Stil entsprechend, religiös und politisch ungebunden und für alle Nationen offen, traten die Huberten, der Gemeinschaft der Freiburger Kösener Corps bei. Zu den Forstleuten gesellten sich nun vor allem viele Studenten der Rechtswissenschaften und der Medizin, die den ungezwungenen Lebensstil, die Naturverbundenheit und vielfach auch die Freude an der Jagd bis heute teilen.

Nach der politisch erzwungenen Selbstauflösung des Corps im Jahre 1937 wurde der Corpsbetrieb unter dem Namen „Kameradschaft Hermann Löns“ bis zur Bombennacht im November 1944 weiter geführt. Bereits 1946 konnten die vielen Studentengenerationen dann wieder unter den grün-gold-schwarzen Farben zusammen kommen. Zu ihrem 100. Stiftungsfest im Jahre 1968 bezogen die Huberten ihr neu gebautes Corpshaus, das seitdem als Begegnungsstätte aller rund 270 Corpsbrüder dient.
http://de.wikipedia.org/wiki/Corps_Hubertia_Freiburg